Verwöhnte Kinder.

Es war erst gestern, als ich ein Mädchen im Bus war. Sie war vielleicht gerade mal in der fünften Klasse, hatte aber schon ein Touchscreen-Handy in der Tasche, trug eine teure Filzjacke für den Winter und eine Tasche die auch einen teureren Eindruck machte.

Da musste ich daran denken, dass diese Generation, die vor rund 10 Jahren bis heute geboren wurde mit dem technischen Fortschritt aufwächst.
Sie wachsen mit HD- und 3D-Fernseher auf, die zudem auch irre flach sind. Sie wachsen mit Touchscreen-Smartphones auf, die die Leistung eines Computers haben, der besser ist als mein Rechner zu Hause. Sie wachsen in einer digitale Welt auf, die sich selber zerstört (Stichwort: Klimawandel) und die immer fauler wird, da für alles Dinge erfunden werden, die einen Menschen das Leben vereinfachen sollen.

Wenn ich da mal meinen Röhrenfernseher anschaue der so klein ist, dass ich die Ergebnisse der letzten WM förmlich erraten musste, ich momentan ohne Handy lebe, denke ich immer an diese verwöhnten Kinder und Jugendlichen, die zu Hause einen superflachen 32 Zoll LCD Fernseher stehen oder hängen haben, eine Playstation 3 (ich hab noch eine PS2!) und die mich dann schief angucken wenn ich denen sage, dass ich keine PS3, kein IPod, kein superflachen Riesenfernseher oder kein supermodernes Smartphone aus Gründen fehlenden Kapitals habe.

Ist das en verbrechen? Nein! Und trotzdem werde ich für meine PS2 ausgelacht, die vom grafischen Standard nicht dem heute in einer Welt voller realistischer Grafik in HD und 3D aus dem Rahmen fällt. Aber es gibt trotzdem ja noch beliebte Spieletitel wie Fifa 11 dafür. Warum also eine neue Konsole anschaffen?

Und ein Multimediahandy brauche ich eigentlich auch nicht. Allerdings wird das wohl trotzdem kommen, ich mein, mein altes kaputtes Handy hatte mich mal 60 Euro gekostet und ein Touchscreen-Handy von LG gibt es bereits ab rund 80 Euro!
Ich werde nochmal schauen ob ich wirklich ein Touchscreen oder doch ein anderes Handy nehme. Aber ein Sliderhandy sollte es schon sein, ich mag die voll, mein altes war auch mal so.

Und an alle „verwöhnten Kinder“:
Denkt dran: Es gibt noch Menschen, die sich es finanziell nicht leisten können, oder sogar sowas nicht brauchen! Nehmt Rücksicht und seid fair, lacht diese Menschen nicht aus.

Ein weiser Rat eines Spinners.

1 Kommentar 12.11.10 23:25, kommentieren



Angst.

Ich habe Angst.
Angst vor einer neuen Beziehung. Dabei möchte ich mich doch so gern wieder verlieben und eine tolle, glückliche Beziehung führen. Aber ich habe Angst davor. Angst, dass es wieder so wie die letzte Beziehung laufen könnte… also extrem scheiße, Fernbeziehung mit einer übertrieben eifersüchtigen Freundin, die ja schon an die Decke sprang, sobald man nur ein anderes Mädchen erwähnt hat! Das war scheiße. Echt.

Es ist auch die Angst, die mich schüchtern und verklemmt macht. Die Angst, ausgelacht zu werden, ein „Nein“ akzeptieren zu müssen oder einfach ignoriert zu werden.
Ich gehe unangenehmen Situationen wie diesen gerne aus dem Weg, oder wenn ich denke, dass sie unangenehm werden könnten.
Das ist meine Art etwas zu vermeiden, was mir am Ende wehtun oder mich kränken, verletzen könnte.

Aber diese Angst schränkt natürlich auch das Kennenlernen von anderen, unbekannten Menschen ein. Das ist mir bewusst, doch kann ich diese Angst nicht abstellen.

11.11.10 22:25, kommentieren



Thoughts after a unsuccessful date when she kissed another guy.

Destroy me.
Destroy my life and everything around me.
Just blow up my mind, my head and myself.
Abuse my feelings: Doesn’t matter because I never become a happy man.
Live your life and let mine go, let me go.
Without you.

Forget me because I’m a fucking freak.
Someone likes me but no one loves me.
Now you’re happy. Without me. You don’t need me anymore.
Doesn’t matter because we don’t know each other.
Some evil thoughts in my head are making me crazy, making me mad and making me seeing in every beautiful girl the one and only fucking girl.

I hate myself, so please forget something like me!
Hate me! Forget me! Fuck you, love. You hate me and I hate you, you fucking feeling.

1 Kommentar 9.11.10 23:49, kommentieren



Ein Freund.

Freundschaft kann etwas tolles sein. Sofern man Menschen an seiner Seite hat, die wirklich zu einem halten. Hat man aber nur Arschlöcher als Freunde, ist echt hart.
Ein richtiger Freund aber, der hält zu einem. Egal ob er oder sie dich manchmal anstrengend findet.

Zur Freundschaft an sich habe ich folgende Textzeile in meinem Werk „Liebe“ gefunden:

„Freundschaft ist die schönste Form der Liebe“, habe ich einmal gelesen. In einer Freundschaft schenkt man sich gegenseitig Vertrauen, kuschelt manchmal miteinander oder kommt sich anderweitig auch schon mal körperlich näher, es ist die Vorstufe der Liebe oder besser gesagt: einer Partnerschaft. Eine Freundschaft setzt aber auch zusätzlich gegenseitiges Gefallen des anderen voraus. In einer Freundschaft versteht man sich gegenseitig und fühlt sich auch zu ihm oder ihr hingezogen. In einer Beziehung wird der Partner ja auch als
feste Freundin oder fester Freund bezeichnet. Umso inniger eine Freundschaft ist, desto stärker sind die eben genannten Faktoren und desto kleiner wird der Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe. In diesem Falle bezeichne ich es als „freundschaftliche Liebe.“

Meine Schwester hat von unserer Cousine ein Poster bekommen. Aber lest selbst:

„Wenn es einen Menschen gibt…
der dich nimmt wie Du bist und immer zärtlich zu dir ist,
der Dich achtet und versteht und alle Wege mit dir geht,
der ohne Lügen oder List stets aufrichtig und ehrlich zu dir ist,
der das Gute in Dir baut und Dir grenzenlos vertraut,
der mit seinem Kummer zu Dir eilt und Deine Sorgen mit dir teilt,
bist du mal traurig oder verstimmt, der Dich dann auch in seine Arme nimmt,
der sich aufs Wiedersehen freut und Dich zu lieben nie bereut,
der ist ein wahrer Freund für Dich, darum lasse ich nie im Stich.“


Das ist eine Definition, wie ich sie nicht hätte treffender formulieren können…

8.11.10 22:28, kommentieren



Einsamkeit.

Gestern war wieder so ein Moment. Ich fühlte mich alleine, nutzlos, einsam. „Party“ um mich rum. Naja. Zumindest der Alkohol floss in Strömen, mich erreichte eine kleine Welle des ganzen. Ein Bier, und hier und da mal ein Kurzer, aber nicht mehr als 5 dieser kleinen Schlucke. Und das über 7 Stunden.
Geburtstagfeier meiner Schwester. Ich hängte mich an meine jüngere Cousine, wir beobachteten das Geschehen meist aus relativ sicherer Entfernung. Beide allein. Aber sie hatte ja zu Hause jemanden. Nicht wie ich. Auf mich wartet vielleicht gerade mal mein Kuscheltier. Klingt kindisch, ich weiß. Aber was soll man machen, wenn man nichts anderes zum Kuscheln hat?
Immer noch besser als nichts. Ich hatte zu Hause auf einmal den Gedanken, dass dieser kleine Orang-Utan das einzige Wesen ist, das mich wirklich liebt. Aber es ist ja nur ein lebloses Etwas.

Auf der Feier waren beinahe ausschließlich Pärchen. Bis auf ein paar Ausnahmen natürlich. Aber das Rumgeknutsche von denen anschauen zu müssen ist immer wieder auf dieselbe Weise schmerzhaft. Und das nicht nur ein bisschen. Ich frage mich in solchen Momenten, was ich überhaupt hier mache.

Warum kann ich nicht jemanden an meiner Seite haben? Eine, die mich liebt wie ich bin, die ich liebe wie sie ist, und so. Stattdessen sitze ich immer auf Partys, werde vom quälenden Anblick und zerstörerischen Gedanken heimgesucht. Es frisst mich auf. Es zerstört mich innerlich. Ich werde reizbar, angreifbar und verletzlicher als sonst. Im Moment ist das besonders schlimm, angefangen hat es, nachdem ich nach drei Tagen wieder zu Hause war, es müsste so gegen Mitte Oktober gewesen sein. Seitdem bin ich dauernd deprimiert, niedergeschlagen, fühle mich oft einsam.

Ich kuschel gern, mach daraus auch kein Geheimnis. Und die Momente, in denen ich mal mit einer Freundin kuschel, sind die Momente in denen ich Kraft tanken kann, die aber schneller wieder aufgebraucht ist, als sie eigentlich sollte. Ich genieße diese Momente sehr, da sie auch besonders sind. In diesen Momenten verfliegt die Einsamkeit ein wenig und ich fühle mich gut.

Neulich hatte ich das erste Date seit der Trennung von meiner Ex Ende August und wir haben gekuschelt und einen Film gesehen. Danach fühlte ich mich toll und war happy. Das hielt aber nicht sehr lange an. Schade.


Gerade habe ich einen kleinen Text in meinen "Werken" gefunden, der vielleicht dazu passt:

Sie las mir aus einem Buch vor. Als sie fertig war, fragte sie, ob sie mir den Buchrücken, vor lesen solle. Ich antwortete mit „Ja“, woraufhin ich nur ein „Warte“ zu hören bekam. Ich vernahm das wilde Klackern ihrer Tastatur. Als es verstummte las sie vor. Doch ich hörte der Stimme an anderen Ende der Leitung nicht zu, sondern dachte an das letzte Wochenende, an die zärtlichen Berührungen, die ich vermisste, an das sanfte Streichen durch ihr rotgefärbtes Haar, an ihre Finger, die leicht kitzelnd über meinen Bauch fuhren, an das liebliche Küssen. All das vermisste ich unheimlich. Genau wie den Geruch ihrer Haare.

1 Kommentar 7.11.10 18:32, kommentieren



Auf und davon. Und dann doch nicht.


Manchmal gibt es Tage, an denen frage ich mich, was ich überhaupt hier mache. Am liebsten möchte ich einfach dem Alltag und dieser Welt entfliehen, die so fehlerhaft ist, wie sonst nichts.
Ich flüchte in meine (utopische) Idealwelt, in einen Tagtraum. Aber die Träume machen mich wiederum traurig, da sie Sehnsucht in mir auslösen. Sehnsucht nach genau diesen Träumen…

Ich will dem Alltag entfliehen, denn was hält mich hier?
Freunde? Pah!
Eltern? Iwo!
Geld? Nö!
Ausbildungsplatz? Habe ich ja nicht mal!

Ich könnte einfach zu einer Freundin fahren, mich dort in ihrem zweiten Zimmer einquartieren und in der Nähe einen Minijob annehmen.
Hätte ich mehr Geld, würde ich ein Jahr im Ausland verbringen, hätte damit schon gleich nach der Schule beginnen können.
Stattdessen sitze ich hier, schulde einem Freund und meinen Eltern noch Geld, fast 90 Euro insgesamt, beide wollen ihr Geld möglichst schnell wieder zurückbekommen. Aber ich kann ja nicht einfach all mein Geld fortgeben, denn dann hätte ich selbst ja nichts mehr. Und mein Sparbuch hat auch schon genug gelitten, das letzte Mal unter meiner Fernbeziehung, welche ein schlimmes und schmutziges Ende nahm, welche auch meine erste Beziehung war. Und das mit 19 ! Dabei finden mich einige Menschen toll, aber halt nur toll und nicht mehr, man lässt sich auch nicht auf mehr ein, will dem anderen nicht weh tun.
Aber das ist eine andere Geschichte….

Ich hatte schon mal die Idee mit Laura einfach von jetzt auf gleich abzuhauen, nach Italien oder so. Einfach raus aus Hamburg, raus aus Deutschland.

Aber wovon leben? Wir können ja nicht einmal italienisch! Ich kann Englisch und Spanisch, und das nicht mal auf einem sehr guten Niveau…
Außerdem, wer sagt, dass man auch erfolgreich wird? Das man überleben kann? Schließlich ist man dann auch auf sich selbst gestellt. Aber einfach für ein halbes Jahr hier raus, wäre echt schon toll und sicherlich auch für das Familienklima förderlich. Aber nein, das geht ja nicht, weil ich arm wie eine Sau bin und nicht das Geld dafür habe. Außerdem muss ich ja immer zu den Bewerbungsgesprächen, die immer gleich enden: mit einer Absage!

Das ist einfach nur deprimierend … genau wie der Rest in meinem Leben gerade. Aber man kann sein Glück nicht erzwingen, muss darauf warten, dass es plötzlich vor der Tür steht.

6.11.10 12:55, kommentieren



Kritik.

Mein Leben verläuft nicht gerade so, wie man es gern hätte. Nicht einmal ansatzweise. Ich habe im Sommer diesen Jahres Abitur mit 3,2 gemacht, welches ich auch unter mit 2, irgendwas hätte bewältigen können. Aber man lässt sich zu sehr vom Leben und anderen Dingen ablenken.

Freunde habe ich wenige, und im Moment meide ich den "Freundeskreis" wegen einiger Differenzen. Ich habe sowieso nicht so viel Freunde hier in Hamburg. Ich habe mal hier, mal dort Freunde, so gut wie in ganz Deutschland verteilt. Manche sehe ich des Öfteren, manche habe ich bisher nur einmal getroffen. Und bei den meisten weiß ich gar nicht, wie sie zu mir stehen.

Da wäre zum einen Lavinia, die mich meistens mit dem, was sie sagt verunsichert, sodass ich nicht weiß, wie sehr sie mich mag. Aber trotzdem habe ich sie gern.
Zum anderen wäre da Linda, mit der ich meine Leidenschaft für Gedichte teile und die ich sehr nett und toll finde.
Und dann gibt es noch Freunde, die offen Kritik an mir äußern.

So wie neulich. Da fühlte ich mich persönlich angegriffen, in die Enge getrieben, als da plötzlich drei, vier Leute aus dem „Freundeskreis“ heftige Kritik an mir äußerten. Was soll man da sagen? Soll man sich dagegen wehren? Soll man einlenken, klein beigeben? In solchen Situationen würde ich am liebsten wegrennen. Würde sie anbrüllen, dass sie mich mal kreuzweise könnten.

5.11.10 22:07, kommentieren